Der Malort

ist ein Paradies, fernab von der Welt des Alltäglichen

    Der Malort- nach Arno Stern, ist ein Paradies- fernab von der Welt des Alltäglichen

    Der Malort, nach dem Vorbild von Arno Stern, ist ein Ort der Geborgenheit und des Vertrauens, ein geschützter und beständiger Raum. Menschen jeden Alters können am Malspiel teilnehmen. Es sind keinerlei Vorkenntnisse oder Talente erforderlich. Auf großformatigem Papier wird mit hochwertigen Gouachefarben und weichen Pinseln gemalt. Eine Spur entsteht, spontan, wertfrei und ohne Einmischung von außen. Kleine und große „Malkinder“ von 3 bis 99 Jahren malen gemeinsam in altersgemischten Gruppen – in Gemeinschaft und doch jeder für sich in seinem eigenen Malspielraum, auf dem eigenen Blatt. Das unbeschwerte, lustvolle Malspiel wird durch einfache Spielregeln strukturiert. Diese ermöglichen den Malenden, frei von Ablenkungen und Störungen, sich ganz dem Malspiel hinzugeben und die eigene Spur sichtbar werden zu lassen. In unserem auf Leistung und Wettbewerb ausgerichteten, oft hektischen Alltag gewährt das Malspiel eine wohltuende Ruhe und Konzentration. In einer Atmosphäre des Vertrauens finden wir zu unserer eigenen Identität.

    Im Malort gibt es keine Aufgaben, keine Vorbilder, keine Zielsetzung, nur Unterstützung des wahren Impulses. Arno Stern

    Wie sieht der Malort aus?

    Der Malort ist ein Raum, fernab vom Alltäglichen – denn beim Betreten lässt man den Alltag zurück und taucht ein in diese besondere Atmosphäre der Ruhe und des Spiels. Nichts lenkt ab. Die Wände sind mit Packpapier bespannt und werden im Laufe der Zeit immer mehr farbige Spuren erhalten. In der Mitte des Raumes befindet sich der Palettentisch mit 18 leuchtenden, hochwertigen Gouachefarben und dazugehörigen weichen Pinseln – mehr braucht es nicht für eine Einladung zum Malspiel. Große Papierbögen liegen in einem entsprechenden Fach bereit. Die Malspielenden nehmen sich jeweils einen Bogen Papier und gehen damit zur Wand, wo das Papier mit Reißnägeln befestigt wird. Das Malspiel kann beginnen. Das weiße Blatt an der Wand ist der eigene Spielraum jedes Malenden.

    Der Malort ist ein fremdes Land – ein Traumland. Aus seinen Wänden strahlt der farbige Widerhall von vielem Erlebten in den Raum. Endlos folgte auf diesen Wänden ein Blatt dem anderen: spurenreich angefüllte Blätter durch unberührt weiße ersetzt. Welten entstanden in ihnen – grenzenlos, dem Sehnen nach Unendlichkeit angemessen, das sich nur in diesem Geborgensein ausleben kann. Arno Stern

    Der Malort steht für jeden offen

    Jeder ist willkommen, Kinder und Erwachsene gleichermaßen – ob dreijähriges Kind, Schulkind, Jugendlicher oder Erwachsener – Menschen jeden Alters und jeder Herkunft malen in altersgemischten Gruppen. Dem Vergleichen wird somit auf natürliche Weise entgegengewirkt – eine Bereicherung für alle Malenden. Der Malort ist ein bewertungsfreier Raum, die entstehenden Bilder sind keiner Begutachtung ausgesetzt und nicht Gegenstand der Kommunikation.

    Die Kunst vom Malen gehört den Künstlern, das Malspiel gehört der ganzen Welt. Arno Stern

    Regelmäßiges Malen im Malort

    Das Malen im Malort findet einmal wöchentlich, jeweils zur gleichen Zeit in beständigen offenen Gruppen statt und dauert jeweils 90 Minuten, bei kleinen Kindern auch kürzer. Es ist jederzeit möglich, zu einer bestehenden Gruppe dazuzukommen, sofern noch Plätze frei sind. Wichtig ist es, über einen längeren Zeitraum regelmäßig zu malen, damit sich die wohltuende Wirkung des Malspiels und der Formulation vollständig entfalten kann. Dies braucht Zeit. Das regelmäßige Malspiel nährt unser inneres Gleichgewicht, wir finden unser authentisches Selbst, jenen Teil unserer Persönlichkeit, der unsere ganz individuelle innere Wahrheit beherbergt.